Sozialwissenschaftler*in für Friedensarbeit und ökologische Gerechtigkeit (m/w/d)

Ihre Aufgaben

  • Sie entwickeln gemeinsam mit JPIC‑FA strategische Ansätze zu Friedensförderung, Konflikttransformation, ökologischer Gerechtigkeit und interreligiösem Dialog.
  • Sie analysieren Konfliktdynamiken in Massai‑Gemeinschaften und urbanen Siedlungen und unterstützen deren Bearbeitung mit kultursensiblen, partizipativen Methoden.
  • Sie bauen Systeme für Planung, Monitoring und Evaluierung auf bzw. weiter aus, um Wirkungen sichtbar zu machen und Lernprozesse zu stärken.
  • Sie gestalten Outreach‑Strategien, um kirchliche und lokale Gemeinschaften in Kampagnen zu erneuerbaren Energien, Nachhaltigkeit und ökologischem Wandel einzubinden.
  • Sie entwickeln Konzepte zur Traumasensibilität und stärken lokale Akteur*innen im Umgang mit Gemeinschaftsbelastungen, die durch Dürre, Landkonflikte und Armut entstehen.
  • Sie unterstützen JPIC‑FA bei der Entwicklung einer tragfähigen Fundraising-Strategie und beim Aufbau von Netzwerken mit Partnern, Dialogforen und Förderinstitutionen.
  • Sie sind verantwortlich für die ordnungsgemäße Verausgabung und Verwaltung der Finanzmittel vor Ort entsprechend der Geberrichtlinien und der Vorgaben von AGIAMONDO. Dabei arbeiten Sie partnerschaftlich mit den Kolleg*innen der Partnerorganisation zusammen.

Ihr Profil

  • Sie haben einen Masterabschluss, vorzugsweise in Friedens- und Konfliktforschung, internationalen Beziehungen, Sozialwissenschaften oder einem verwandten Bereich.
  • Sie verfügen über mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der Friedens- oder Konfliktarbeit, idealerweise mit internationalem Bezug.
  • Sie bringen fundiertes Wissen zu Konflikttransformation, Friedensförderung und – wünschenswert – ökologischem Wandel und Klimagerechtigkeit mit.
  • Sie haben idealerweise Kompetenzen in Mediation und/oder traumasensibler Arbeit.
  • Sie kommunizieren kontext- und kultursensibel und können vertrauensvolle Beziehungen zu unterschiedlichen Akteur*innen aufbauen.
  • Sie sprechen fließend Englisch; Kiswahili ist wünschenswert.
  • Sie besitzen einen Führerschein und Fahrpraxis.
  • Sie identifizieren sich mit christlichen Werten sowie den Zielen und Anliegen kirchlicher Entwicklungs- und Friedensarbeit.

Zusammenarbeit mit AGIAMONDO und JPIC-FA

Verantwortungsvoll und Herausfordernd

AGIAMONDO e. V. ist der Personaldienst der deutschen Katholik*innen für Entwicklungszusammenarbeit. Im Zivilen Friedensdienst bieten wir Fachkräften die Chance zu einem sinnerfüllten Dienst in der Zusammenarbeit mit lokalen Entwicklungsakteuren. 
Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen weltweit. In den Ländern unterstützt der ZFD seit vielen Jahren zivilgesellschaftliche Organisationen dabei, gewaltfreie Konfliktlösungen zu entwickeln, Menschenrechte zu stärken und traumatisierte Gemeinschaften zu begleiten. Die Arbeit im ZFD basiert auf Partnerschaft, Vertrauen und langfristigem Engagement. Fachkräfte bringen ihre Expertise ein, lernen von lokalen Erfahrungen und tragen dazu bei, Strukturen für ein friedliches Zusammenleben zu stärken.

JPIC‑FA ist eine franziskanische Kommission, die sich für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte und den Schutz der Schöpfung einsetzt. Sie arbeitet zu Konfliktlösung, Dialogförderung, ökologischer Gerechtigkeit und der Stärkung marginalisierter Gemeinschaften, insbesondere der Massai und von Bewohner*innen informeller Siedlungen. Die Arbeit findet in einem kirchlich geprägten Umfeld statt, das Werte wie Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit betont.

Ihr Lebens‑ und Arbeitsort ist Nairobi. Die Stadt bietet eine sehr gute Infrastruktur, vielfältige Freizeit‑ und Einkaufsmöglichkeiten sowie gute Wohn‑ und Arbeitsbedingungen. Von Nairobi aus unternehmen Sie regelmäßige Reisen in die Counties Narok, Kajiado und in die Mau‑Forest‑Region. Gemeinsam mit JPIC‑FA und der Laudato‑Si‑Bewegung unterstützen Sie dort Gemeinschaften, die von historischen Ungerechtigkeiten, Ressourcenkonflikten, Marginalisierung und Umweltzerstörung betroffen sind. Sie stärken lokale Akteur*innen, fördern gewaltfreie Konfliktbearbeitung und tragen zu ökologischer Gerechtigkeit als Grundlage für nachhaltigen Frieden bei. Die Bedingungen in den ländlichen Regionen unterscheiden sich von Nairobi und können einfacher sein. Da die Arbeit inhaltlich fordernd sein kann, insbesondere durch die Themen Konflikt und Umweltkrisen, sind Supervision und Selbstfürsorge wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Arbeitsweise.