Ihre Aufgaben
Ihr Profil
Die Misioneras de la Madre Laura (auch bekannt als Hermanas Lauritas) sind ein kolumbianischer katholischer Frauenorden, dessen Schwestern für ihr basisnahes soziales Engagement bekannt sind. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Unterstützung von in ihrer physischen, kulturellen und spirituellen Existenz bedrohten Bevölkerungsgruppen, insbesondere indigener Völker, unter anderem durch Organisationsprozesse auf Graswurzelebene, Frauenarbeit und die Begleitung von Opfern und Vertriebenen des bewaffneten Konflikts.
Sie arbeiten im Resguardo Edén Cartagena in direkter Nachbarschaft der Kleinstadt Ricaurte im ländlichen Raum des Departements Nariño. Dort haben sich im Rahmen des bewaffneten Konflikts aus verschiedenen Ursprungsterritorien vertriebene Familien des Pueblo Awá eine neue Heimat aufgebaut. Die Region ist durch die Präsenz bewaffneter Akteure und illegaler Ökonomien geprägt. Die Folgen für die Awá-Gemeinschaft sind tiefgreifend: Vertreibung, Zwangsrekrutierung von Jugendlichen, Schwächung sozialer und organisatorischer Strukturen sowie Verlust kultureller Identität. Die Hermanas Lauritas begleiten die Gemeinschaft bereits seit Jahrzehnten mit zwei Schwestern, die dauerhaft im Resguardo leben.
Vor diesem Hintergrund leisten Sie gemeinsam mit der Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Revitalisierung und zur Stärkung sozialer Strukturen. Ihr Arbeitsumfeld ist tropisch-feucht, infrastrukturell herausfordernd und von einer dynamischen Sicherheitslage geprägt. Bewegungen erfolgen überwiegend tagsüber und in enger Abstimmung mit der Gemeinschaft, häufig in Begleitung der Guardia Indígena.
Sie arbeiten eng mit der Awá-Gemeinschaft im Resguardo Edén Cartagena zusammen, die sich für die Stärkung kultureller Identität, kollektiver Werte, territorialer Autonomie und des Gemeinwohls einsetzt. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Förderung von Frauen- und Jugendstrukturen, psychosoziale Begleitung, Bildungsprozesse sowie gewaltfreie Konfliktbearbeitung. Darüber hinaus bestehen enge Verbindungen zu indigenen Netzwerken wie URIPAWA, CRIC und ONIC sowie zu kirchlichen Akteur*innen.
Zu Beginn werden Sie im kleinen Ordenshaus der Hermanas Lauritas im Resguardo wohnen. Nach der Orientierungsphase können Sie in eine eigene Unterkunft im Resguardo oder in Ricaurte umziehen.
Die medizinische Grundversorgung ist vor Ort gewährleistet, weiterführende Angebote bestehen in den Städten Pasto und Ipiales.
Dieser Standort ist nicht für Familien mit Kindern geeignet.
AGIAMONDO e.V. ist der Personaldienst der deutschen Katholik*innen für Entwicklungszusammenarbeit. Im Zivilen Friedensdienst bieten wir Fachkräften die Chance zu einem sinnerfüllten Dienst in der Zusammenarbeit mit lokalen Entwicklungsakteuren.
Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen weltweit. In Kolumbien unterstützt der ZFD seit vielen Jahren zivilgesellschaftliche Organisationen dabei, gewaltfreie Konfliktlösungen zu entwickeln, Menschenrechte zu stärken und traumatisierte Gemeinschaften zu begleiten. Die Arbeit im ZFD basiert auf Partnerschaft, Vertrauen und langfristigem Engagement. Fachkräfte bringen ihre Expertise ein, lernen von lokalen Erfahrungen und tragen dazu bei, Strukturen für ein friedliches Zusammenleben zu stärken.
Frau Jacqueline Kallmeyer
AGIAMONDO e.V.
Ripuarenstrasse 8
50679 Köln
